Checkliste baustellensicherheit: Arbeitssicherheit auf baustellen checkliste
Ein wichtiger Aspekt für jeden Bauunternehmer ist der richtige Schutz der Baustelle. Dieser Schutz umfasst nicht nur die arbeitenden Personen oder Zulieferer, sondern auch die Infrastruktur und die Umwelt. Bereits in der Planungsphase, in der Gefährdungsbeurteilungen vorgenommen und präventive Schutzmaßnahmen festgelegt werden, beginnt der Baustellenschutz. Die Überwachung Ihrer Baustelle erfolgt dann häufig über das Internet, genannt Fernüberwachung. Darunter versteht man die Überwachung von Systemen, Maschinen oder Prozessen aus der Ferne.
Am Anfang des Bauprojekts steht die Prüfung und natürlich die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Sicherheitsstandards. Außerdem ist es wichtig, die Materialien und Maschinen zu schützen. Eine gut organisierte Lagerung und moderne Überwachungssysteme helfen dabei, die Sicherheit auf der Baustelle zu verbessern. Die Sicherung von zum Beispiel Baugruben oder die ordnungsgemäße Kennzeichnung von Gefahrengebieten, sowie die Verwendung von Schutzvorrichtungen gehören ebenso dazu wie der Schutz von Bewohnern und ihrer Umgebung. Hierzu zählen Maßnahmen zum Lärmschutz, Verhinderung von Schmutz und Staub, als auch Schutz von Versorgungsleitungen. Die richtige Entsorgung von Baumaterialien und der Schutz von Gewässern dienen ebenso dazu, negative Umweltauswirkungen zu verringern.
Ein ganzheitlicher Baustellenschutz sorgt für die Sicherheit von Mitarbeitern, Anwohnern, Umwelt und natürlich für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.
Folgende Punkte werden im Verlauf ausgiebig behandelt:
- Vorschriften und Schutz für Baustelle und Mitarbeiter
- Abfallwirtschaft und Umweltschutz
- Präventionsmaßnahmen

Rechtsvorschriften und Dokumentation
Baugenehmigungen
Für jedes geplante Bauprojekt müssen die entsprechenden Baugenehmigungen vorliegen, ansonsten darf nicht mit dem Bau begonnen werden. Grundsätzlich ist eine Baugenehmigung immer dann erforderlich, wenn ein Gebäude errichtet oder umgebaut werden soll oder eine Nutzungsänderung geplant ist. Sie wird von der Bauaufsichtsbehörde ausgestellt. Was genau beantragt werden muss, hängt natürlich vom geplanten Bauprojekt ab. Wenn dieses Projekt den Vorgaben eines Bebauungsplans entspricht, wie zum Beispiel bei einem Neubaugebiet, kann eine Bauanzeige mit Genehmigungsfreistellung ausreichen. Die Gültigkeitsdauer einer erteilten Baugenehmigung ist in Deutschland abhängig vom jeweiligen Bundesland. Innerhalb der Gültigkeitsdauer muss mit dem Bauprojekt begonnen werden.
Risikobewertungen bzw. Gefährdungsbeurteilungen
Für behördliche Kontrollen dient eine Gefährdungsbeurteilung als wichtiger Nachweis.
Eine Gefährdungsbeurteilung dient dazu, eine Zusammenfassung Ihres Arbeitsumfeldes zu erstellen und unterschiedliche Risikoszenarien zu überprüfen. Sie bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeit, dass Vorfälle oder Unfälle auftreten und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Auf Grundlage dieser Überprüfungen wird die Gefährdungsbeurteilung vorgenommen, dokumentiert und in Anlehnung daran ein Aktionsplan geschrieben.
Im Gegensatz zu einer Baugenehmigung, die nur einmal beantragt werden muss, muss eine Gefährdungsbeurteilung kontinuierlich überprüft und dokumentiert werden, in der Regel einmal im Jahr, beziehungsweise immer dann, wenn weitere Maßnahmen oder Änderungen erforderlich werden.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan
Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) muss bei vielen Bauvorhaben vorhanden sein. Diese muss bereits in der Planungsphase ausgearbeitet werden. Mit ihm sollen die Sicherheitsanforderungen für alle Arbeiten, die ausgeführt werden müssen, allen Beteiligten verständlich gemacht werden.
Es werden Maßnahmen festgelegt und dokumentiert, um gewerkeübergreifende Gefährdungen zu vermeiden oder zu verringern. Der SiGe-Plan verdeutlicht, wie bestimmte Arbeiten räumlich und zeitlich organisiert sind und informiert über die entsprechenden Maßnahmen.
Versicherungen
Es gibt verschiedene Versicherungen, die für Bauunternehmer wichtig sind, um sich rundum abzusichern. Welche Versicherungen genau nötig werden, hängt dabei von den verschiedenen Risiken ab. Aber egal um welche es sich handelt, sie sollte auf dem neuesten Stand sein. Am wichtigsten ist hier die Gruppenunfallversicherung zu nennen, aber es gibt noch andere empfehlenswerte Versicherungen.

Zugangskontrolle
Eine Zugangskontrolle ist entscheidend dafür, dass keine unbefugten Personen das Baustellengelände betreten. Sie haben dafür verschiedene Möglichkeiten.
Bauzäune
Ein Bauzaun muss die ganze Baustelle umgeben und entsprechend sicher sein, damit kein Unbefugter Zutritt erlangen kann.
Zugangskontrollsysteme
Es gibt verschiedene Zugangskontrollsysteme, um unbefugten Personen den Zutritt zu Ihrer Baustelle zu verwehren.
- Manuelle Zutrittskontrolle: Darunter versteht man die Kontrolle durch einen Pförtner. Dieser muss die befugten Personen nicht unbedingt kennen, da sie sich zum Beispiel durch Ausweiskarten identifizieren müssen.
- Zutrittskontrolle: Das sind Drehsperren, Sensorschleusen oder Drehkreuze. Diese werden oft mit elektronischen Komponenten kombiniert, wie eingebauten Lesegräten. Entsprechende Identifikationsmittel können Karten, Transponder oder auch Key Fobs (eine Art Schlüsselanhänger) sein.
- Elektronische Zugangskontrollsysteme: Sie gewähren den größten Schutz. Wie bereits bei der physischen Zutrittskontrolle erwähnt, handelt es sich hierbei um moderne Lesegeräte.
Beschilderung
Aber auch das Anbringen von Warnschildern und/oder Verbotsschildern ist nicht nur für die Sicherheit erforderlich und vorgeschrieben, sondern dient auch der Zugangskontrolle, da sie auf Gefahren hinweisen. Durch werden zum Beispiel Passanten abgehalten, bestimmte Areale zu betreten. Darum ist es unbedingt erforderlich, diese an gut sichtbaren Stellen anzubringen.
Beleuchtung
Ebenfalls vorgeschrieben ist eine ausreichende Baustellenbeleuchtung, vor allen Dingen bei schlechten Lichtverhältnissen wie beispielsweise bei Regen oder in der Nacht. Sie dient aber nicht nur der Sicherheit im Ein- und Ausgangsbereich sowie auf Verkehrswegen innerhalb der Baustelle, sondern sie dient auch als Abschreckung gegen Einbruch und Vandalismus, da eine gut beleuchtete Baustelle signalisiert, dass diese überwacht und gesichert ist.
Kameras
Das Anbringen von Kameras dient ebenfalls der Zugangskontrolle. Sie können an verschiedenen wichtigen Stellen Kamerasysteme installieren. Diese lassen sich auch ganz einfach mit einem Bauzaun kombinieren. Ein- und Ausgänge, sowie das ganze Gelände, können mit den richtigen Kameras rund um die Uhr überwacht werden. Zusätzlich werden Eindringlinge abgeschreckt.

Persönliche Schutzausrüstung
Die Baustelle gehört zu einem Arbeitsbereich, in dem eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) vorgeschrieben ist. Sie als Arbeitgeber müssen diese zur Verfügung stellen, und ihre Mitarbeiter sind verpflichtet, sie zu tragen. Diese Verpflichtung müssen sie unbedingt durchsetzen.
Grundsätzlich müssen Ihre Mitarbeiter immer folgende Ausrüstung tragen:
- Schutzhelm
- Sicherheitsschuhe
- Warnwesten
- Schutzbrillen
- Schutzhandschuhe
Es gibt noch mehr PSA, welche auf einer Baustelle vorhanden sein müssen. Wie zum Beispiel Gehörschutz bei Arbeiten mit lauten Maschinen, oder Auffanggurte für Arbeiten in der Höhe usw.
Die PSA muss regelmäßig auf ihre Sicherheit geprüft werden. Defekte Teile müssen sofort entfernt und durch neue ersetzt werden. Genaue Vorschriften sind in der DGUV (deutsche gesetzliche Unfallversicherung) aufgeführt.
Die PSA muss regelmäßig gereinigt und in sauberen Bereichen gelagert werden. Diese Bereiche müssen dem Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden.
Sicherheitsmaßnahmen
Sicherung der Baustelle
Um Ihre Baustelle außerhalb der Arbeitszeiten, also vorwiegend Abends, am Wochenende und in der Nacht, abzusichern, haben Sie die Möglichkeit, die Überwachung von einem Sicherheitsdienst in Anspruch zu nehmen. Diese Firmen stellen Sicherheitsfachkräfte zur Verfügung, die zu fest vereinbarten Zeiten die Überwachung ihrer Baustelle durch regelmäßige Kontrollgänge übernehmen.
Sinnvoll ist auch die Installation von Alarmanlagen. Bei unbefugtem Betreten ihrer Baustelle wird der eingehende Alarm durch einen Sicherheitsdienst lokalisiert und dieser kann dann sofort entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Es dient ebenfalls der Sicherheit ihrer Baustelle, wenn Sie ihre Mitarbeiter anweisen, alle Werkzeuge und nach Möglichkeit auch alle Materialien in einer abschließbaren Bauhütte oder in einem Fachcontainer unterzubringen. Diese Maßnahme verhindert Diebstahl und Vandalismus.
Eine weitere große Gefahr auf einer Baustelle stellen Brände dar. Viele Materialien sind leicht entzündbar und sollten entsprechend gesondert gelagert werden. Aber auch bestimmte Arbeiten stellen ein Brandrisiko dar, zum Beispiel Schweißarbeiten. Entsprechende Brandschutzmaßnahmen sollten bereits im Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan mit eingearbeitet werden. Auch muss sichergestellt sein, dass die Baustelle, ausgehend von ihrer Größe und verschiedenen Arbeitsbereichen, über eine ausreichende Anzahl an Feuerlöschern verfügt, deren Standpunkte jedem Mitarbeiter bekannt sein müssen. An verschiedenen, gut sichtbaren Stellen auf einer Baustelle müssen gut ausgearbeitete Evakuierungspläne für den Notfall angebracht sein.
Sicherung von Arbeitsplatz und Ausrüstung
Maschinen
Für alle Maschinen, mit denen auf einer Baustelle gearbeitet wird, gibt es Sicherheitsstandards, die unbedingt eingehalten werden müssen. Sie alle gewährleisten den Schutz des Bedieners. Diese Standards müssen nachweisbar sein, damit, sollte es doch einmal zu einem Unfall kommen, das Haftungsrisiko reduziert ist. Als besonders gefährlich gelten handgeführte Maschinen. Diese Maschinen, die extra für die Verwendung auf Baustellen konstruiert sind, sind im Allgemeinen besonders robust gestaltet. Für jede Maschine ist die Betriebsanleitung zu beachten. Alle Maschinen, egal ob handgeführte oder große Baumaschinen wie Bagger und Kräne, müssen regelmäßig auf Funktionstüchtigkeit und/oder Fehler kontrolliert werden.
Elektrizität
Auf der Baustelle steht das Arbeiten im Zusammenhang mit Elektrizität vor besonderen Herausforderungen aufgrund von wechselnden Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel das Wetter, bis hin zur starken Materialbeanspruchung. Angefangen bei der Beleuchtung, bis hin zum Kran, wird für alles auf der Baustelle Strom benötigt. Darum gibt es auch strenge Vorschriften. “Provisorische Lösungen” sind absolut verboten. Die DGUV informiert genau über alle Fragen im Zusammenhang mit Elektrizität auf der Baustelle.
“Elektrische Anlagen müssen funktional und sicher sein“, sagt der VDE (Verband der Elektrotechnik). Im Regelwerk des VDE wird über alles informiert, was man über Elektroinstallationen wissen muss. Jeder Bauunternehmer ist dazu verpflichtet, dass sämtliche Elektroinstallationen den Sicherheitsstandards entsprechen.
Gefahrstoffe
Wichtig zu wissen ist als erstes, Gefahrstoffe sind nicht nur Chemikalien und Lösungsmittel, sondern auch Holzstaub, Kraftstoffe (zum Beispiel Diesel) und auch Schweißrauche zählen zu den Gefahrstoffen.
Alle Gefahrstoffe müssen speziell gekennzeichnet werden, zum Beispiel durch Aufkleber. Diese Aufkleber sind für die unterschiedlichen Gefahrstoffe erhältlich. Außerdem zu beachten, nicht alle Gefahrstoffe dürfen auf dieselbe Art und Weise beziehungsweise zusammen gelagert werden. Besonders wichtig ist auch, dass in den Gefährdungsbeurteilungen diese aufgeführt sind. Sie müssen sicherstellen, dass die Gefahrstoffverordnung eingehalten wird.
Erste Hilfe, Notfallmaßnahmen und Notausgänge
Auf jeder Baustelle muss bei Verletzungen oder plötzlichen Erkrankungen Erste-Hilfe geleistet werden können. Einige der Mitarbeiter, in der Regel 10%, müssen über die entsprechende Grundausbildung verfügen. Diese Mitarbeiter müssen auch alle 2 Jahre an den entsprechenden Fortbildungen teilnehmen. Bei über 100 Beschäftigten ist es zudem vorgeschrieben, dass ein ausgebildeter Betriebssanitäter eingesetzt wird. Ab einer Anzahl von 51 Mitarbeitern muss es auch einen Sanitätsraum für die Erstversorgung geben.
Die Standorte der Verbandskästen, sowie Namen und Aufenthaltsort der Ersthelfer bzw. des Sanitäters müssen gut sichtbar ausgehängt werden. Dazu gehören auch die Rufnummern von Rettungsdienst, Krankenhaus sowie Notarzt und Polizei. Diese Rufnummern können aufgelistet und an wichtigen Punkten bereitgelegt werden. Auch im Falle einer Erste Hilfe Maßnahme ist die Dokumentation sehr wichtig. An jedem Erste-Hilfe-Kasten und auch im Sanitätsraum muss eine Dokumentation vorhanden sein. In ihr werden alle Informationen über die Erste Hilfe Maßnahme aufgeschrieben. Ein klares Verfahren in schriftlicher Form, wie und an wen ein Vorfall gemeldet wird, sollte dieser Dokumentation beiliegen.
Auch alle Notausgänge und/oder Rettungswege beziehungsweise Evakuierungswege müssen auf der Baustelle durch gut sichtbare Schilder gekennzeichnet werden. Diese Ausgänge und Rettungs- und Evakuierungswege müssen immer frei sein. Es ist darauf zu achten, dass sie nicht durch Maschinen oder Materialien versperrt werden. Alle Mitarbeiter der Baustelle müssen mit ihnen vertraut sein.
Sicherheitstraining für Arbeitnehmer
Vor der Eröffnung einer Baustelle müssen alle Mitarbeiter eine gründliche Sicherheitseinweisung erhalten. Oftmals wird diese durch eine ausgebildete Sicherheitsfachkraft durchgeführt. Diese Einweisung beinhaltet alle relevanten Gefahren, Brandschutz, Erste-Hilfe, Evakuierungswege, usw.
Da sich eine Baustelle im Laufe der verschiedenen Bauphasen verändert, ändern sich auch laufend die Arbeitsbedingungen. Die eine Gefahr, beispielsweise eine Baugrube, fällt weg, dafür kommt an anderer Stelle eine dazu. Also sollten regelmäßige Sicherheitsbesprechungen stattfinden, zum Beispiel ein mal wöchentlich und wenn Veränderungen eintreten.
In jedem Betrieb sind entsprechende Fortbildungen von Berufsgenossenschaften vorgeschrieben, die der Arbeitgeber den Mitarbeitern ermöglichen muss. Zum Beispiel im Bereich Brandschutz ist einmal jährlich eine Brandschutzübung durchzuführen. Im Erste Hilfe Bereich sind diese Fortbildungen alle 2 Jahre vorgeschrieben.
Abfallwirtschaft
Es gibt spezifische Gesetze und Regelungen für die Beseitigung von Bauabfällen. Diese sollen gewährleisten, dass dieser Abfall angemessen behandelt wird und keine Umweltschäden verursacht. Um Geldbußen zu vermeiden und gleichzeitig zum Umweltschutz beizutragen, ist es von Bedeutung, diese Vorschriften zu verstehen und zu befolgen. Jede Art von Bauabfall muss bei der Entsorgung anders behandelt und entsorgt werden, damit keine Bedrohung für die Gesundheit von Mensch und Umwelt entsteht.
Umweltschutz
Wie oben bereits erwähnt, spielt die richtige Abfallentsorgung eine große Rolle für den Umweltschutz. Aber es gehören noch andere Themen dazu.
Lärmschutz
Die Lärmbelästigung durch eine Baustelle kann für Anwohner durchaus schädliche Umwelteinwirkungen verursachen und auch gesundheitsschädigend sein. Verschiedene Vorschriften regeln diese Art von Lärm:
- Bundesimmissionsschutzgesetz (BlmSchG)
- 32. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes
- Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm – Geräuschimmissionen
Um Lärmbelästigungen auf einer Baustelle möglichst gering zu halten, könnten etwa die folgenden Maßnahmen ergriffen werden:
- Die Verwendung von lärmarmen Baumaschinen bei Bauarbeiten in der Nacht und in besonders gefährdeten Gebieten (z. B. in reinen Wohngebieten)
- Berücksichtigung der Immissionsrichtwerte und Einhaltung der Lärmschutzauflagen
- Ruhezeiten für Bauarbeiter berücksichtigen
- Errichtung von Schallschutzwänden
Dies waren nur ein paar Beispiele, wie Lärm gemindert werden kann. Weitere Maßnahmen können in Anlehnung an die Gegebenheiten einer Baustelle angepasst werden.
Staub- und Emissionsschutz
Staubemissionen werden auf Baustellen bei den unterschiedlichsten Arbeiten verursacht. Insbesondere bei stark staubenden Tätigkeiten (Schleifen, Fräsen, Bohren, Sägen, Schütten, Abwerfen) sind Maßnahmen zur Staubminderung zu ergreifen.
- Befeuchtung des Materials
- Einhausung (Befeuchtung auch innerhalb der Einhausung)
- Emissionsarme Maschinen und Arbeitsmittel verwenden
- Dieselruß-Emissionen vermeiden durch Verkürzung der Betriebszeiten
Auch hierbei ist auf die Einhaltung des Bundesimmissionsschutzgesetzes zu achten.
Wassermanagement
Bei der Baustellenentwässerung müssen einige Punkte beachtet werden, damit eine Verunreinigung des Grundwassers vermieden wird.
Folgende Maßnahmen können ergriffen werden:
- Regulation der Entwässerung durch Sickergräben und Drainagen
- Pumpen verhindern während der Rohbauphase das Wasser in die Baugrube eindringt
- Wassergefährdende Substanzen wie Kraftstoff, Öl oder Chemikalien in dichten Auffangwannen aufbewahren
Regelmäßige Baustelleninspektionen
Durch Baustelleninspektionen werden potenzielle Gefahren erkannt und es können angemessene Maßnahmen zur Minimierung ergriffen werden. Dazu zählt die Prüfung, ob Sicherheitsstandards sowie Gesetze und Vorschriften eingehalten werden. Durch eine ordnungsgemäße Durchführung einer Inspektion können Probleme im Zusammenhang mit der Bauqualität, den Arbeitsabläufen, den Materialien und der Organisation rechtzeitig identifiziert und behoben werden. Regelmäßige Überprüfungen stellen sicher, dass die neuesten Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.
In diese Überprüfungen sollten alle auf Ihrer Baustelle getroffenen Maßnahmen einbezogen werden, inklusive die Zugangskontrollsysteme, Alarmanlagen und Überwachungssysteme. Dadurch lassen sich schnell Sicherheitslücken erkennen und Sie sind in der Lage, umgehend Korrekturmaßnahmen zu ergreifen.
Diese Checklist hilft Ihnen dabei sicherzustellen, dass Sie nicht nur über eine gute Baustellenüberwachung verfügen, sondern auch alle Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Inklusive aller Vorschriften der Bauaufsichtsbehörde, des Sicherheits- und Gesundheitsplans sowie der DGUV.











