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Baustellendiebstahl – Fakten und Gegenmaßnahmen

Da Baustellendiebstahl ein nicht zu unterschätzendes Thema, gerade für Bauunternehmer ist, ist es unablässig, über folgende Punkte informiert zu sein:

  • Wer ist für Baustellendiebstahl verantwortlich
  • Was wird auf Baustellen gestohlen
  • So verhindern Sie Baustellendiebstähle

Diebstähle auf Baustellen sind in Deutschland eine bedeutende Problematik. Es ist anzunehmen, dass jede Baustelle ein- bis zweimal im Jahr davon betroffen ist. Auf diese Weise erleiden die Bauunternehmer nicht nur finanzielle Verluste, sondern es treten auch Verzögerungen ein, die zu Produktivitätsverlusten führen. Firmen berichten von Schäden, die teilweise im sechsstelligen Bereich liegen. Eine Umfrage mit Baustellenverantwortlichen sagt aus, dass 64% der Befragten eine Zunahme der Baustellenkriminalität festgestellt haben. Das bedeutet, dass Baustellenkriminalität jährlich Schäden von rund 80 Millionen Euro verursacht. Umso notwendiger ist es für jeden Bauunternehmer, sich davor zu schützen. 

Wer ist für Baustellendiebstahl verantwortlich

Oftmals sind Baustellen schlecht gesichert, wodurch es sogenannten Gelegenheitsdieben leicht gemacht wird, einfach zu transportierende Gegenstände, wie Werkzeuge oder kleinere Maschinen, zu entwenden. Hierbei handelt es sich meist um Einzeltäter.

Aber auch Mitarbeiter oder auch Subunternehmer, die Zugang zu den jeweiligen Baustellen haben, kommen als Täter durchaus in Frage. Sie sind mit der Baustelle vertraut und handeln gezielt.

Organisierte Banden haben sich hauptsächlich auf den Diebstahl teurer Baumaschinen oder Materialien spezialisiert. Oftmals arbeiten sie überregional und sind gut ausgestattet, was den Abtransport von großen Baumaschinen angeht.

Was wird auf Baustellen gestohlen?

Auf Baustellen treffen verschiedene Faktoren zusammen. Verschiedene Unternehmen, als auch wechselnde Mitarbeiter, gehen auf der Baustelle ein und aus. Dadurch, dass bei Neubauten auch Fenster und Türen fehlen, fällt es den Dieben leicht, diesen zu betreten. Auch sind Nachbarn, denen es vielleicht auffallen könnte, oft entfernt oder schenken der Baustelle keine Beachtung.

Die meist gestohlenen Gegenstände auf Baustellen

  • Kabel (47%)
  • Kupfer (46%)
  • kleinere Werkzeuge (41%)
  • Elektrowerkzeuge sowie Handmaschinen (38%)
  • teure und große (Bau)Maschinen (8%)

Es ist überraschend, wie klein der prozentuale Anteil für gerade teure Maschinen ist. Das  liegt daran, dass Diebe häufig weniger erkennbare, aber wertvolle Materialien vorziehen.

Es wird aber auch Diesel und Benzin gestohlen, welches entweder dort in Tanks lagert, oder es wird direkt aus den Maschinen abgezapft.

Heutzutage wird auf modernen Baustellen auch immer mehr technische Ausrüstung verwendet, wie zum Beispiel Vermessungsgeräte. Diese Dinge sind leicht zu transportieren und deswegen begehrt, da sie auf dem Schwarzmarkt leicht verkäuflich sind.

So verhindern Sie Baustellendiebstahl

Auf jeder Baustelle gibt es verschiedene Möglichkeiten der Diebstahlsicherung.

Bauzäune

Als erstes ist ein fester und sicherer Bauzaun anzubringen. Dieser ist zwar für erfahrene Diebe kein großes Hindernis, aber Gelegenheitsdiebe werden abgeschreckt. 

Kameras

In der heutigen Zeit ist es durchaus möglich, da auch die Kosten nicht mehr so hoch sind, auf technische Mittel zurückzugreifen. Wie zum Beispiel Kameras und die Videoüberwachung im öffentlichen Raum.

Es gibt ein breites Spektrum an verschiedenen Kameras. Zum Beispiel dezentrale Kameras, die auf dem Bauzaun installiert werden und somit überwachen wer das Gelände betritt, bis hin zu modernen Kameratürmen mit Infrarot- oder Thermosichtfunktion.

Sie sollten am besten mit einer SIM-Karte ausgestattet sein und einem ausreichenden Akku. Ihre Auflösung sollte gut genug sein, um auch bei Bedarf Gesichter erkennen zu können. 

Gut sind zeitgesteuerte Kameras, damit nicht ständig im normalen Baustellenbetrieb Aufnahmen gemacht werden. 

Videoüberwachung im öffentlichen Raum

Besser als eine einfache Kamera, ist die Videoüberwachung. Es stehen verschiedene Videoüberwachungssysteme zur Verfügung. Hochwertige Videoüberwachungssysteme nehmen nicht nur auf, sondern können zeitgleich eine voreingestellte Reaktion auslösen. Das könnte nur ein Alarmton sein, oder ein direkter Notruf bei der Polizei.

Wichtig zu beachten: Die Kameras oder Videosysteme sollten so installiert werden, dass sie nicht leicht erreichbar sind.

Bei einer Videoüberwachung im öffentlichen Raum müssen allerdings rechtliche Voraussetzungen gegeben sein. Dazu gehört das Informieren der Beteiligten durch Schilder.

Die Kamera- oder Videoüberwachungssysteme müssen so angebracht sein, dass außerhalb des Baustellengrundstücks nichts sichtbar ist, da eine Videoüberwachung im öffentlichen Raum, außerhalb des von Ihnen eingezäunten Geländes, nicht erlaubt ist. Die Einhaltung des DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist zwingend erforderlich. In ihr werden die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten geregelt.

Die angebrachten Kameras alleine haben schon, wenn sie zwar unerreichbar aber sichtbar angebracht werden, eine abschreckende Funktion, wodurch Diebstähle verhindert werden. Das bedeutet für den Bauunternehmer eine große Kostenersparnis, da nicht ständig neues Material, Werkzeuge oder Maschinen angeschafft werden müssen. Auch kommt es dadurch nicht zu Produktivitätsverlusten, Mitarbeiter werden nicht umsonst bezahlt. Gleichzeitig dienen sie auch zur Absicherung von gefährlichen Baustellen, da keine Unfälle durch unerlaubtes Betreten entstehen.

Baustellen- oder Perimeteralarm

Die Videoüberwachungssysteme sind heutzutage alle mit einem Alarmsystem ausgestattet, also leistungsstarken Lautsprechern. Diese Systeme werden so eingestellt, dass sie im Ernstfall einen sofortigen Echtzeitalarm auslösen. Diese Alarme können direkt an Ihre App weitergeleitet werden, so sind Sie umgehend informiert und können entsprechend eingreifen. Über diese App können Sie aber auch ohne ausgelösten Alarm jederzeit alles im Blick behalten. Natürlich können Sie auch die Videofernüberwachung von erfahrenen Teams im Operation Center in Anspruch nehmen, so ist Ihre Baustelle 24/7 überwacht.

Zur Perimetersicherung eignen sich Videoalarmsysteme, die einen Bauzaun über eine lange Distanz überwachen. Diese Kameras sind so ausgestattet, dass sie bereits 2m vor dem Sicherheitszaun alles analysieren können, absolut DSGVO-konform.

Aufräumen der Baustelle

Weisen Sie Ihre Mitarbeiter an, jeden Abend herumliegendes Werkzeug und Materialien in einer Bauhütte oder in einem Fachcontainer zu verstauen. Beide sind abschließbar, wobei der Fachcontainer etwas sicherer ist, da er komplett aus Metall besteht und mit extra starken Schlössern ausgestattet werden kann. 

Oder Ihre Mitarbeiter laden kleinere Werkzeuge und Materialien abends in einen Transporter und nehmen somit alles mit zurück zur Firma.

Nur alleine durch eine am Abend aufgeräumte Baustelle, kommen Gelegenheitsdiebe nicht in Versuchung, die Baustelle zu betreten.

Eine weitere Möglichkeit, wertvolle Gegenstände auf einer Baustelle zu sichern, ist die Nutzung von GPS-Trackern. Über Navigationssatelliten ist in der heutigen Zeit eine globale Nachverfolgung, durchaus auch recht kostengünstig, möglich. Diese Tracker werden an wertvollen Gegenständen angebracht und senden ein Signal an ein Smartphone. Aber auch bei dieser Methode muss der Akku regelmäßig aufgeladen werden, genau wie bei den Kameras und der Videoüberwachung im öffentlichen Raum.

Versicherungen

Viele Bauunternehmen schließen auch eine Versicherung ab. Diese zahlt allerdings nur den Warenwert der gestohlenen Gegenstände und nicht die Ausfälle, die ein Baustopp mit sich bringt. Zu diesem kommt es allerdings trotzdem, denn wenn den Mitarbeitern, die auch bezahlt werden müssen, schlichtweg das Material fehlt, um die Arbeit fortzusetzen, kann auch keine Arbeit durchgeführt werden. Und bis das Geld von der Versicherung kommt, und das neue Material geliefert wurde, wird es dauern.

Was Sie unbedingt vermeiden sollten

Sie haben vielleicht auch schon beobachtet, dass entweder Maschinen oder andere wertvolle Baumaterialien an einem Baukran in luftiger Höhe aufgehängt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das absolut verboten ist. Das wird geregelt in §30 Abs.6 Nr. 2 der DGUV Vorschrift 52 „Krane“. 

Fazit: So schützen Sie Ihre Baustelle

So unterschiedlich die einzelnen Baustellen sind, so unterschiedlich kann für die Diebstahlsicherung gesorgt werden. 

Nicht jede Absicherung ist für jede Baustelle geeignet. So ist beispielsweise ein Bauzaun für ein zu sanierendes Badezimmer in einer bewohnten Wohnung durchaus unangebracht. Hier würde man eher auf die Mitnahme der verwendeten Werkzeuge zurückgreifen. Wohingegen bei großen, offenen Baustellen wiederum ein Videoüberwachungssystem viel Schaden vermeiden kann. 

Die Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist mit Abstand die beste Methode, um seine Baustelle abzusichern. Denn durch sie wird effektiv Diebstahl vermieden, und Einbrüche werden schneller aufgeklärt.

Kontaktieren Sie uns noch heute, um Ihre Baustelle zu sichern und Diebstahl zu verhindern! Erfahren Sie hier mehr über unsere Lösungen zur Baustellenüberwachung.

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Jan Zimmermann

Key-Account-Manager für mobile Kamerasysteme

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